Museum des Eisernen Vorhangs

Die Staatsgrenze im slowakischen Marchland, vor allem zwischen Theben und Devínske Jazero hat sich im 20. Jahrhundert mehrmals verändert. In der Habsburgermonarchie Bestandteil des Reichs und bis in die Zeit der 1. Tschechoslowakei bildete die March die Grenze zwischen Österreich und Ungarn. Im Gebiet von Devinska Nova Ves – Theben Dorf wurde im Jahr 1771 von Marie Theresia von Habsburg eine Brücke über den Fluß gebaut. Nach ihrer Vernichtung fuhr hier bis 1848 eine Seilfähre die unterhalb der BahnBrücke verkehrte. Sie stellte die Verbindung zur heutigen Straße “Na myte“ dar, wo das Mautgeld bezahlt wurde. Im Mauthaus war später das Rathaus untergebracht, heute ist das „TIK“, die Touristische Informationskanzlei dort zu finden.
Die Tschechoslowakische Staatsgrenze an der March war kraft Internationalen Vertrags an der March die gleiche wie früher zwischen der österreichischen und der ungarischen Reichshälfte. Nach dem Anschluss von Österreich an das Deutsche Reich ging das Gebiet rechts der Donau und unterhalb von (Devín) verloren. Noch vor dem zweiten Weltkrieg, fing die Tschechoslowakei an, längs der March Uferbefestigungen aus Beton zu bauen. Bis zum Jahr 1938 wurden an den Staatsgrenzen mehr als 5832 Betonfestungen gebaut zum Preis von 60.000.- KSČ. Sie wurden allerdings nie wirklich benutzt, weil der Zweite Weltkrieg in anderer Taktik geführt wurde als der Erste Weltkrieg.
Im Zweitem Weltkrieg führte die Staatsgrenze zwischen dem Deutschen Reich und der Slowakei entlang des südwestlichen Abhangs des Devinska Kobyla, durch den Sandberg weiter zum nördlichen Abhang beim Stadtteil Karlova Ves un weiter bis zur Donau. Theben und Petržalka gehörten zum Deutschen Reich.
Im Februar 1948 wurde die Österrechisch-Tschechoslowakische Staatsgrenze zu einem Brennpunkt zweier politischer und ökonomischer Gegner, der westlichen Staaten und des Sozialistischen Staatensystems.
Danach herrschte für weitere 40 Jahre der Kalte Krieg, der besonders die Bewohner und auch die Natur in diesem Gebiet stark betraf. Die Gemeinden an den Grenzen hatten Sonderregime. Ausser den Bewohnern der Gemeinden durfte niemand in das grenznahe Gebiet herein, nur Personen mit Sondererlaubnis. In Devinska Nova Ves wurde den Bewohnern Wachdienst auferlegt.
Ab 1950 wurden die Grenzenverhaue gebaut, Bestandteil des Eisernen Vorhangs. Das Gebiet mit den Verhauen war verbotene Zone und führte durch das ganze Grenzgebiet. Der Vorhang war 2,2 bis 3 Meter hoch und wurde alle 4 – 5 Jahre erneuert, je nach Verbrauch des Stachdrahts. Der Wachdienst war 24 Stunden im Tag im Dienst. Die Wachhabenden mussten nach einem Warnsignal auf Flüchtende schiessen. Beim Versuch des illegalen Übertritts über die Staatgrenzen starben einige tausend Leute, nur wenige haben es geschafft.
Das Museum des Eisernen Vorhangs zeigt zur Einnerung den Stacheldrahtzaun (etwa 10 Meter lang) und eine Info-Tafel bei einem Militärbunker, die im Jahr 2000 installiert wurde. Das Denkmal für die Opfer des Eisernen Vorhangs wurde 2006 beim Zusammenfluss von March und Donau unter dem Thebener Felsen errichtet.

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Múzeum železnej opony

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